Dämmung ist in Sachen effizientes Wohnen ein heißes Thema. Bei einer energetischen Sanierung ist es die Fassadendämmung, die am häufigsten durchgeführt wird. Besonders häufig wird extrudiertes Polystyrol als Verbundsystem für die Wärmedämmung verwendet. Aber es ist nicht das einzige Material. Was sind alternative Stoffe für die Fassadendämmung?

Alternative 1 – EPS und das Wärmedämmungssystem

Im Rahmen eines Wärmedämmungssystems werden EPS-Dämmplatten immer häufiger eingesetzt. Diese bestehen aus Styropor. Beim kostengünstigen EPS-Dämmen wird die Außenwand damit umhüllt und isoliert. Die EPS-Dämmplatten haben den Vorteil, dass sie leicht zu verarbeiten sind. Zudem weisen sie gute Dämmwerte auf. EPS hat aber auch Kritiker. Diese führen ins Feld, dass EPS auf Erdölbasis bei der Entsorgung problematisch und auch nicht sonderlich nachhaltig ist. Es kann sein, dass die beigemengten Brandschutzstoffe giftig sind.

Alternative 2 – vorgehängte und hinterlüftete Fassade (VHF)

Auch bei diesem Dämmverfahren wird der entsprechende Dämmstoff auf den Außenbereich des Gebäudes aufgebracht. Dafür, dass dieser vor der Witterung geschützt ist, dienen Elemente aus Stein, Keramik, Holz oder auch Metall. Zwischen der Mauer und dem Dämmstoff kann die Luft ausgezeichnet zirkulieren. Durch die Schutzelemente ist es möglich, hier zum Beispiel Mineralwolle als Dämmmaterial einzusetzen. Auch nachwachsende Rohstoffe wie Hanf oder Stroh sind als Dämmungsmittel beim VHF geeignet.

Alternative 3 – die Kern- und die Einblasdämmung

Wie der Name bereits vermuten lässt, liegt die Kerndämmung in der Mitte einer zweischaligen Mauer. Die Dämmmaterialien werden in den Hohlraum gepresst. Das Verfahren nennt man auch Einblasdämmung. Erfahrene Experten verwenden für die Kerndämmung zum Beispiel Mineralwoll-Flocken oder Korkschrot. Immer wieder fällt hier die Wahl auch auf das eine oder andere Granulat. Selbstverständlich kann man auch Dämmungsstoffe auf Basis von Zellulose verwenden – zumindest dann, wenn diese gute Dämm- und Schallschutzeigenschaften aufweisen.

Man sollte vor dem Kauf des Dämmmaterials auf die entsprechende Ökobilanz achten.