Biodiversität im Garten: Wie regenerative Gestaltung den Klimaschutz stärkt

28.07.2025 | Garten

Gärten und Außenanlagen sind längst nicht mehr nur Orte der Erholung – sie spielen eine zentrale Rolle für ökologische Vielfalt, Wasserhaushalt und Mikroklima. Angesichts des Klimawandels und zunehmender Versiegelung gewinnt die regenerative Gartengestaltung stark an Bedeutung. Dabei geht es nicht nur um Ästhetik, sondern um Funktionalität im Sinne der Biodiversität.

Was bedeutet regenerative Gartengestaltung?

Regenerative Gärten zielen darauf ab, den natürlichen Kreislauf zu fördern und Lebensräume für Tiere, Pflanzen und Mikroorganismen zu schaffen. Dabei kommen folgende Prinzipien zum Tragen:

  • Verzicht auf synthetische Dünger und Pestizide

  • Förderung heimischer Pflanzenarten

  • Wasserretention und Versickerung

  • Minimierung versiegelter Flächen

  • Integration von Habitatstrukturen (Totholz, Trockenmauern, Nisthilfen)

Ein solcher Garten kann sowohl privat als auch gewerblich oder öffentlich geplant werden – etwa als biodiversitätsfördernder Innenhof oder als Dachgarten.

Gestaltungselemente für Biodiversität

Besondere Wirkung entfalten:

  • Wildstaudenbeete mit hoher Artenvielfalt

  • Obstbäume und Sträucher als Nahrungslieferant

  • Blühstreifen für Insekten und Bestäuber

  • Teiche oder Sumpfzonen für Amphibien

  • Dach- und Fassadenbegrünungen mit klimaregulativem Effekt

Durch Kombination dieser Elemente entstehen komplexe Ökosysteme, die nicht nur ökologisch, sondern auch gestalterisch überzeugen.

Klimafunktion und Mikroklima

Begrünte Flächen wirken temperaturausgleichend, binden CO₂, speichern Wasser und verringern die Oberflächenerwärmung. Besonders in städtischen Räumen helfen sie, Hitzeinseln zu vermeiden. Zudem trägt eine naturnahe Gartenplanung zur Verbesserung der Luftqualität bei.

Fördermöglichkeiten und rechtliche Aspekte

Viele Städte und Gemeinden fördern die Entsiegelung und naturnahe Umgestaltung privater Flächen mit Zuschüssen oder steuerlichen Vorteilen. Voraussetzung ist meist die Verwendung regionaltypischer Pflanzen und eine ökologische Bauweise.

Darüber hinaus können Unternehmen durch biodiversitätsfördernde Außenanlagen ihr Nachhaltigkeitsprofil schärfen – etwa im Rahmen von ESG-Berichterstattung oder CSR-Initiativen.

Gärten als Bildungsorte

Ein weiterer Aspekt ist die pädagogische Nutzung: Regenerative Gärten eignen sich ideal als Lernorte für Schulen, Kindergärten oder Quartiersprojekte. Durch begleitende Informationselemente (Schilder, Führungen) können ökologisches Wissen und Nachhaltigkeit praxisnah vermittelt werden.

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