Barrierefreies Wohnen: Planung und Umsetzung im Neubau und Bestand

15.03.2025 | Wohnen

Die Bedeutung von Barrierefreiheit im Wohnbereich

Barrierefreies Wohnen gewinnt zunehmend an Bedeutung. Angesichts einer alternden Gesellschaft und des wachsenden Bewusstseins für Inklusion ist es wichtig, Wohnräume so zu gestalten, dass sie für alle Menschen zugänglich sind. Nicht nur Menschen mit körperlichen Einschränkungen profitieren davon, sondern auch Familien mit kleinen Kindern oder Personen, die sich auf ein komfortables und vorausschauendes Wohnkonzept einstellen möchten. Eine durchdachte Planung und gezielte Umbaumaßnahmen ermöglichen es, Barrieren abzubauen und langfristig eine höhere Lebensqualität zu schaffen.

Grundprinzipien der barrierefreien Gestaltung

Die Planung barrierefreier Wohnräume orientiert sich an einigen zentralen Prinzipien. Dazu gehören schwellenlose Übergänge, ausreichend breite Türöffnungen, rutschfeste Böden und gut erreichbare Bedienelemente. Eine durchdachte Raumaufteilung sorgt für Bewegungsfreiheit und ermöglicht es, dass auch Menschen mit Mobilitätseinschränkungen sich uneingeschränkt in ihrem Zuhause bewegen können. Zudem sollten Lichtschalter, Steckdosen und Fenstergriffe so angebracht sein, dass sie ohne große Anstrengung erreichbar sind.

Barrierefreier Neubau vs. Umbau im Bestand

Im Neubau lässt sich Barrierefreiheit von Anfang an mit einplanen, sodass keine nachträglichen Anpassungen erforderlich sind. Offene Grundrisse, breite Türen und eine ebenerdige Bauweise erleichtern die Bewegungsfreiheit. Bäder mit bodengleichen Duschen und höhenverstellbaren Waschtischen sowie Küchen mit unterfahrbaren Arbeitsflächen sind ebenfalls wichtige Elemente. Im Bestand kann die Umsetzung etwas anspruchsvoller sein, da vorhandene Strukturen angepasst werden müssen. Schwellen können abgesenkt, Türrahmen verbreitert oder Stufen durch Rampen ersetzt werden. Treppenlifte oder Aufzüge sind eine Lösung für mehrstöckige Wohnhäuser.

Technische Hilfsmittel und intelligente Lösungen

Moderne Technologien unterstützen barrierefreies Wohnen und steigern den Komfort erheblich. Smarte Lichtsysteme mit Bewegungsmeldern, elektrisch verstellbare Möbel oder sprachgesteuerte Assistenzsysteme erleichtern den Alltag. Automatische Türöffner, höhenverstellbare Arbeitsflächen und per Fernbedienung bedienbare Fenster bieten zusätzliche Unabhängigkeit. Besonders im Badbereich gibt es innovative Lösungen, die Sicherheit und Komfort vereinen. Rutschfeste Oberflächen, Haltegriffe und höhenverstellbare Toiletten sind nur einige Beispiele für funktionale Anpassungen.

Fördermöglichkeiten und rechtliche Vorgaben

Für barrierefreies Bauen und Sanieren stehen verschiedene Förderprogramme zur Verfügung. Die KfW-Bank bietet zinsgünstige Kredite und Zuschüsse für Maßnahmen zur Barrierefreiheit. Auch die Pflegekassen gewähren finanzielle Unterstützung, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Die baurechtlichen Vorgaben für barrierefreies Wohnen sind in Normen wie der DIN 18040 festgelegt, die Mindeststandards für barrierefreie Gebäude definiert. Eine frühzeitige Planung unter Berücksichtigung dieser Richtlinien erleichtert die Umsetzung und stellt sicher, dass alle Anforderungen erfüllt werden.

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