Bauen am Hang

29.12.2018 | BAUPLANUNG

Ein Haus am Hang zu bauen, erfordert immer eine sehr sorgfältige Planung und der Bau muss äußerst korrekt ausgeführt werden. Doch das Haus am Hang ist sehr beliebt, es bietet ja einen besonderen Ausblick und wenn alles gut geplant wurde, spricht auch nichts dagegen. Ein Haus am Hang macht den Eigentümern sehr viel Freude. Wenn ausreichend Informationen eingeholt wurden und das Grundstück begutachtet wurde, dann das Hanghaus durchaus solide sein. Das Haus muss allerdings dem Hang angepasst werden, niemals umgekehrt. So bleibt der Hang in seinem Ursprung gewahrt und das Haus steht vollkommen sicher.

Wann kann ein Hang bebaut werden?

Es sollte vor allen Dingen darauf geachtet werden, ob es sich bei dem Grundstück am Hang um einen Nord- oder Südhang handelt. Liegt das Baugrundstück am Nordhang, wird das Haus auch nur wenig Sonne abbekommen. Photovoltaikanlagen können nur sehr eingegrenzt berücksichtigt werden, dafür hat das Haus am Nordhang allerdings einen besseren Schutz vor Witterungseinflüssen. Wenig Sonne kann allerdings durch sehr viele Glasflächen ausgeglichen werden. Ob sich der Hang als Baugrundstück nun wirklich eignet, sollte man den Hang zu verschiedenen Tageszeiten begutachten. Nicht alle Hanglagen eignen sich zum Bau eines Hauses, der Hang muss sehr stabil sein, er darf keine Risse aufweisen und auch wenn auf der Straße nebenan Risse zu sehen sind, kann das auf Erdbewegungen hinweisen.

Insbesondere ist Vorsicht geboten, wenn der Hang nicht natürlich entstanden ist, sondern wenn er aufgeschüttet wurde. Er darf dann auch bei starkem Regen- oder Schnellfall nicht ins Rutschen kommen. Wenn ein Felsen vorhanden ist, muss auch er untersucht werden, das Gestein muss einwandfrei beschaffen sein. Selbstverständlich muss das Gefälle überprüft werden, mehr als 15 % Gefälle sollte ein Hang zur Bebauung nicht haben. Wenn das Gefälle jedoch höher ist, sollte man von einem Bau möglichst absehen, da sonst die Sicherungsmaßnahmen sehr teuer werden und sich eine Sicherung des Hangs eigentlich nicht mehr lohnt.

Ein Gutachten und eine Höhenmessung einholen

Vor dem Bau in einer Hanglage sollte auf jeden Fall eine Höhenmessung erfolgen und ein genaues Gutachten des Hangs muss eingeholt werden. Die Höhenmessung gibt genauen Aufschluss darüber, welcher Einschnitt am Hang vorgenommen werden muss, aber auch welche Höhe der Aufschüttung an der Talseite nötig wird. Auf dieser Grundlage kann man erste Kostenkalkulationen vornehmen, diese geben dann Aufschluss, ob der Bau wirklich sinnvoll ist oder eben nicht. Das Gutachten gibt ebenfalls auf die Bodenbeschaffenheit bekannt, so wird beispielsweise festgestellt, ob der Boden sehr felsig ist. Hier sind zwar höhere Aushub-Kosten zu erwarten, dafür muss das Baugrundstück nicht extra abgesichert werden. Die Kosten fallen also geringer aus. Bei dem Grundstücksgutachten wird auch ausgeführt, welche Schichten Wasser führen und welche Maßnahmen zur Dränage ausgeführt werden müssen.

Welche Maßnahmen sind während des Baus zu treffen?

Wasser ist ein wesentlicher Faktor, der unbedingt dezimiert werden muss. Oberflächenwasser oder Wasser aus den Erdschichten darf nicht in die Baugrube laufen. Zur Abdichtung eigenen sich beispielsweise ein sogenannter Pumpensumpf. Beim fertigen Haus stauen sich die Wassermassen, weshalb ein System zur Entwässerung des Grundstücks gleich mit geplant werden muss. Dieses muss dann regelmäßig gewartet werden. Vor Baubeginn muss also eine Entwässerungsanlage geplant werden, denn es könnte sonst passieren, dass das Nachbargrundstück einen Schaden erleidet, für den der Hauseigentümer dann haften muss. Für eine stabile Hangbebauung sorgt beispielsweise eine Unterkellerung des Hauses oder das Gebäude steht auf Stelzen. Mit einem Stelzen-Bau bleibt der Hang relativ unberührt, der Hang läuft einfach unter dem Haus entlang.

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