Dächer richtig dämmen

01.09.2017 | BAUPLANUNG

Um Energie zu sparen, ist es unabdingbar die Außenhülle des Hauses ausreichend zu Dämmen. Das Ziel der Dämmung ist die Verringerung der Abgabe beziehungsweise Ausbreitung von thermischer Energie. Die Dachdämmung, also das Abdichten des Gebäudedaches, soll den Wärmedurchgangskoeffizienten des Daches, auch bekannt als U-Wert, senken. Neben der Keller- sowie der Fassadendämmung ist die Dachdämmung ein wichtiger Teilbereich der Gebäude-Wärmedämmung. Durch die konsequente Dämmungen aller Gebäudeteile wird das Ziel verfolgt, den Energieverbrauch und damit auch die Energiekosten nachhaltig zu reduzieren.

Was gegen Hitze hilft, das hilft auch gegen Kälte

Nach diesem Grundsatz wird das geeignete Dämmmaterial ausgewählt. Bei der Dachdämmung werden drei Varianten unterschieden:

  • Aufsparrendämmung
  • Zwischensparrendämmung
  • Untersparrendämmung

Dachsparren nennt man die Balken, die von der Traufe bis zum First verlaufen. Sie werden auch als Trägerbalken des Dachstuhls bezeichnet. Bei der Aufsparrendämmung wird der Dämmstoff von außen auf den Sparren angebracht. Bei den beiden anderen Dämmmethoden wird die Dämmung von innen montiert; entweder zwischen oder unter den Dachsparren.

Der am meisten verwendete und einer der besten Dämmstoffe ist Glaswolle. Sie gehört neben der Stein- und der Schlackenwolle zur Gruppe der Mineralwollen. Die Glaswolle verfügt über hervorragende Dämmeigenschaften, ist leicht zu verarbeiten und darüber hinaus schwer entflammbar. Der U-Wert für eine Dachdämmung sollte die Marke von 0,20 Watt je Quadratmeter und Kelvin nicht oder nur geringfügig überschreiten. Bei diesem Wert handelt es sich um „den rechnerischen Wert für den Wärmedurchgang durch einen festen Körper“. Bei einer professionellen Dachdämmung mit Mineralwoll-Dämmstoffen wird dieser Wert in der Regel unterschritten. So bleibt im Winter die Kälte und im Sommer die Hitze draußen.

Dampfbremsfolie zur Vermeidung von Schimmelbildung

Das Dachgebälk ist geradezu der ideale Ort zur Bildung von Schimmel. Um das zu vermeiden, empfiehlt sich ergänzend zur Dachdämmung das Montieren einer Dampfbremsfolie. Bei der Dampfbremse handelt es sich um eine spezielle Folie mit einem eigenen, festdefinierten Wasserdampfdiffusionswiderstand. Sie verhindert das  Eindringen von Feuchtigkeit aus dem warmen Innenraum in die Dachdämmung, damit sich darin kein Kondenswasser bilden kann. Diese Dampfbremse muss wind- und luftdicht an der Dachkonstruktion angebracht sein.

Alternative Dämmstoffe zu Glaswolle sind Hartschaumplatten aus geschäumtem Kunststoff oder Naturdämmstoffe aus nachwachsenden Fasern wie Flachs-, Hanf- oder Kokosfasern. Die anorganischen Stoffe wie Stein- oder Glaswolle sind in Platten- oder in Rollenform auch für den Heimwerker leicht zu verarbeiten.

 

Bildnachweis: © Alterfalter | fotolia.com

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