Die weltweit gute Situation in der Bauwirtschaft geht langsam zurück. Das geht aus einer aktuellen Untersuchung hervor. Für 2019 müssen Bauunternehmen mit dem Rückgang von Aufträgen rechnen, mit der Ausnahme von Deutschland. Hier sagt die Untersuchung auch für 2019 eine stabile Auftragslage voraus.

Der weltweite Boom in der Bauwirtschaft ist rückläufig. Dies bestätigt eine Studie des Kreditversicherers Euler Hermes. Mit dem Wachstum dürfte im kommenden Jahr Schluss sein. Ausnahme ist lediglich Deutschland. Zwar war in der deutschen Baubranche auch ein kleiner Rückgang zu verzeichnen, dieser wird sich jedoch im kommenden Jahr nicht fortsetzen. Trotzdem ist Vorsicht geboten. Die Insolvenzen in Deutschland steigen seit 2018 wieder an.

In der Baubrache waren im letzten Jahr 3.365 Insolvenzen zu verzeichnen. Ebenso muss immer die Zahlungsbereitschaft der Auftraggeber im Aug gehalten werden. Diese ist in der Baubranche zwar besser als bundesweit in anderen Branchen, hat sich allerdings auch verschlechtert. Die Zeitspanne, in der die Bauunternehmer Ihre Zahlungen erhalten wird immer länger. 2016 waren es 47 Tage, mittlerweile sind es schon 4 Tage mehr. In anderen Ländern ist die Dauer zwischen Rechnungslegung und Geldeingang jedoch noch viel größer. Der Globale Durchschnitt beträgt sogar 85 Tage. Auch dieses Indiz spricht für eine Stabilität in Deutschland. Privater Konsum und Investitionsbereitschaft sind weiterhin auf einem hohen Niveau, was sich auch positiv auf die Bauwirtschaftsbranche auswirkt.

Weltweit ist in der Bauwirtschaft ein Rückgang des Wachstums vorauszusagen, was an der schlechten Zahlungsmoral der Auftraggeber, sinkender Liquidität und steigender Insolvenzen liegt.

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