2020 hat Deutschland sein Klimaziel erreicht. Es wurden deutlich weniger Treibhausgase als 2019 ausgestoßen. Die Corona-Pandemie und damit einhergehende Lockdowns tragen zu diesem Ergebnis bei. Doch in einem Sektor verfehlt die Bundesregierung ihre selbstgesteckten Vorgaben deutlich.

Letztes Jahr wurden in Deutschland circa 740 Millionen Tonnen Treibhausgase ausgestoßen. Das sind 70 Millionen Tonnen weniger als 2019. Zu diesem Ergebnis kommt eine Erhebung des Umweltbundesamtes (UBA).

Rückgang der Emissionen geht auf Pandemie zurück

Dieses positive Ergebnis steht in klarem Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. Ohne den Stillstand des Flugverkehrs, Einschränkungen bei Produktion und Tausenden Menschen im Homeoffice wäre dieses Ergebnis nicht erreicht worden. Sind die Emissionsdaten aus 2020 also Augenwischerei?

UBA-Präsident Messner befürchtet eine Steigerung der Emissionen, sobald die Wirtschaft wieder richtig anzieht. Noch läuft der Verkehrssektor nicht wie üblich.

Doch nicht in jedem Sektor können Erfolge verzeichnet werden. Im Gebäudesektor hat die Bundesregierung die Klimaziele verfehlt.

Gebäudesektor überschreitet Jahresemissionsmenge

Nur im Gebäudesektor konnten die Verordnungen laut Klimaschutzgesetz nicht erreicht werden. 2020 sollten maximal 118 Millionen Tonnen CO2 ausgestoßen werden. Diese Marke wurde überschritten. Vor allem die privaten Haushalte pulverten viele Emissionen raus, während die Daten im Gewerbe und Handel zurückgingen.

Wind- und Sonnenstrom gehören die Zukunft – auch bei privaten Hauseigentümern. Der Ausbau von erneuerbaren Energien ist unerlässlich, um die Klimaziele zu erreichen. Das Ausbautempo soll laut Bundesregierung in diesem Jahrzehnt verdoppelt werden.