Am Anfang mag die Umstellung auf eine ganzheitliche Lagerplanung etwas mehr Aufwand bedeuten, deshalb sollte sie schon gleich beim Bau mitbedacht werden. Auf Dauer sorgt ein solches System für wesentlich mehr Effizienz. Unternehmen, die schon mit dem Bau auf die ganzheitliche und somit auch prozessorientierte Lagerplanung setzen, sparen langfristig so viel Zeit, Geld und Ressourcen ein. Dabei werden die Vorgänge zunächst unterteilt, im Detail analysiert und im Zusammenhang mit Verarbeitung, Transport etc. optimiert.

Was bedeutet ganzheitliche Lagerplanung?

Bei der ganzheitlichen Lagerhaltung geht es im Gros darum, die Lagerorganisation, das Layout des Lagers, die Produktion und die Logistik aufeinander abzustimmen. Durch verschiedene Komponenten wie den Austausch von alter durch neue Lagertechnik, die höhere Auslastung der Transportsparte als rollendes Lager und mehr Automatisierung können die Prozesse im eigenen Betrieb effizienter gestaltet werden. Als ersten Schritt legt man die Ziele der Lagerung fest und notiert sich die konkreten Anforderungen. Dabei ist die aktuelle Situation ebenso zu betrachten wie zukünftige Pläne. Zwischen Ziel und Bestand ermittelt man die mögliche Optimierung durch den Ankauf von Lager- und Transporttechnik. In der Lagerorganisation bestimmt man letzten Endes die Strategie und kommt dadurch zu einer konkreten Systematik beim Feinlayout.

Welche Bestandteile hat die ganzheitliche Lagerplanung?

Insgesamt lassen sich bei der Lagerplanung vier einzelne Elemente unterscheiden: die Lagerorganisation, Lager- und Transporttechnik, Lagereinheit und Lagerlayout. Diese Komponenten richtig aufeinander abgestimmt, entsteht ein System, das Geld und Zeit im Unternehmen spart.

Lagerorganisation

Ein wichtiger Bestandteil der ganzheitlichen Lagerplanung ist die Lagerorganisation. Hier geht es um die Steuerung der Lagerprozesse, insbesondere um den Materialfluss und die Lagerauslagerung. Dabei sollte man sich u. a. Gedanken über bestimmte Strategien wie das FiFo-Verfahren machen, also das Prinzip, dass die Waren, die zuerst eingelagert werden, auch als erste wieder herausgenommen werden. Hierfür ist eine entsprechende Strukturierung des Lagers und eine Schulung der Mitarbeiter notwendig. Die Lagereinrichtung kommt hier auch nicht zu kurz und kann unterschiedliche Aspekte beinhalten. Von Paletten, Klappbodenbehältern bis Transportboxen. Die Vielfalt wird besonders deutlich, wenn man sich in diesem Segment einmal auf KAISER+KRAFT umschaut.

Lager- und Transporttechnik

In diesem Segment wirft man den Blick auf die Lagerbedienart, wozu z. B. die Regale und die Fördergeräte gehören. Man schaut sich an, ob Kräne, Gabelstapler oder automatisierte Systeme ideal für eine bestimmte Ware und Verwendung sind. So sind bei vielen Paketdienstleistern unlängst Roboter im Einsatz, welche Codes scannen und computerunterstützt die richtige Box finden.

Lagereinheit

Bei den Lagereinheiten lässt sich nur bedingt etwas optimieren. Hierbei handelt es sich schließlich um das Lagergut selbst, auf welches viele andere Elemente abgestimmt werden müssen. Die Lagereinheit steht also im Mittelpunkt der Analyse und bedingt insgesamt die Art von Regalen, Fördergeräten und Transportvarianten. Verbesserungen sind durch Lagermittel wie Paletten und Kisten möglich.

Lagerlayout

Aus den vorab analysierten Bestandteilen ergibt sich im Resultat ein bevorzugtes Lagerlayout. Hierbei unterscheidet man zwischen grob und fein. Grob bedeutet hier die Anordnung auf der großen Fläche und fein die Anordnung aller Flächen mit konkreten Details z. B. zur Medienanbindung.

Das sind die Vorteile einer ganzheitlichen Lagerplanung

  • Da die Prozesse ganzheitlich betrachtet werden, laufen sie am Ende auch flüssiger ab
  • Unternehmen sparen Zeit und Geld ein
  • Die Auslieferung von Waren geht wesentlich schneller vonstatten
  • Generelle Reduzierung der Lagerkosten
  • Zukunftsorientierte Anpassbarkeit an neue Technologien