Kühlen ohne Schimmel: Luftführung, Entfeuchtung und richtige Einstellungen im Sommer

16.02.2026 | Wohnen

Kühlen ohne Schimmel: Luftführung, Entfeuchtung und richtige Einstellungen im Sommer

16.02.2026 | Wohnen

Klimatisieren könnte so einfach sein; einfach Temperatur runter, und das war’s. Machen wir das in Wohnräumen, dann gibt es genau da eher Probleme. Wer hier falsch kühlt, der bringt die kalten Oberflächen zur Kondensation, muffige Gerüche und schlimmstenfalls Schimmel mit.

Warum es beim Kühlen nicht nur um Temperatur geht

Schimmel entsteht nicht durch Kühle, sondern durch Feuchte, die an Oberflächen kondensiert oder dann auch dauerhaft hoch bleibt. Beim Kühlen wird die Oberflächentemperatur der Wände und Möbel und der Bauteile gesenkt. Ist die Raumluft zu feucht, läuft sie an diesen Flächen eher an den Taupunkt und dann fällt Wasser aus. Anschaulich als feiner Film, häufig merkt man es erst an Geruch oder an auffälligen Stellen hinter den Möbeln.

Klimageräte können Feuchte senken, weil beim Kühlbetrieb am Verdampfer Wasser kondensiert und als Kondensat abgeführt werden kann. Das klappt aber nur, wenn das Gerät richtig dimensioniert ist, die Luft sinngemäß umgewälzt wird und auch die Einstellungen nicht dagegen arbeiten. Wer „maximal kalt“ fährt, der kühlt zwar schnell Räume ab, schafft dabei aber auch Temperaturgradienten. Kalte Luft sammelt sich unten, die Wand hinter dem Schrank bleibt kühl, die Luftfeuchte bleibt hoch.

Bei der Planung stellt sich deshalb die Frage: Will ich ein Gerät, das nicht nur kühlt, sondern auch die Feuchte in den Griff bekommt, und das sauber eingebaut wird? Professionelle Klimaanlagen von Fachbetrieben, wie etwa Klimaanlagen von Eden Klima, sind essentiell für ein ausgewogenes Raumklima.

So vermeidet man kalte Ecken und Feuchteinseln

Luftführung ist der unterschätzte Faktor in Wohnräumen. Schimmel wächst oft dort, wo Luft steht. Hinter Vorhängen, in Raumecken, hinter großen Schränken, in Nischen. Wenn die gekühlte Luft nur im Ausblasbereich zirkuliert, bleiben die Randzonen warm feucht oder werden punktuell zu kalt, je nach Möblierung.
Sinnvoll ist eine Luftbewegung, die den Raum gleichmäßig durchmischt, ohne Zugluft zu erzeugen. Das erreicht man nicht durch extreme Ventilatorstufen, sondern über Ausblasrichtung und moderate Dauerläufe. Viele stellen die Anlage auf kurze, sehr kalte Phasen ein. Das führt zu stark schwankenden Oberflächentemperaturen. Besser sind stabile Einstellungen, bei denen Temperatur und Feuchte schrittweise angenähert werden.

Möblierung spielt dabei mit. Große Möbel dürfen nicht direkt an Außenwänden stehen, wenn diese im Sommer durch Kühlung deutlich abkühlen. Ein kleiner Spalt zwischen Möbel und Wand verbessert die Konvektion und senkt das Risiko, dass hinter dem Möbel Feuchte kondensiert. Auch ein Vorhang aus dickem Stoff hat bei niedriger Temperatur eine dämpfende Wirkung. Viele schwere Vorhänge in einem schlecht gelüfteten Raum können viel Feuchte speichern und bei Abkühlung wieder abgeben. Das ist nicht unbedingt schlecht, es muss nur Luftbewegung dazu kommen.

Entfeuchten und Regelung

Kühlen ohne Schimmel heißt in der Praxis, Feuchte steuern. Das muss man lernen. Es sind zwei Dinge wichtig: Betriebsart und Lüftungsverhalten.

Betriebsart lernen heißt vor allem den Entfeuchtungsanteil lernen. Bei vielen Geräten gibt es einen Entfeuchtungsbetriebsart, bei dem die Luftfeuchte vermindert wird, ohne dass maximal gekühlt wird. Das ist bei schwülen Phasen angebracht. Danach sollte die Kondensatabführung sich verhalten. Wenn das Kondensat schlecht ablaufen kann oder schmutzbeladen ist, ist das das nächste Feuchteproblem. Das ist der Grund, warum Montagequalität, Gefälle, Leitungsführung und Ablaufpunkte nicht Nebensache sein können.

Das zweite Thema heißt Lüften. Wer bei hoher Außenluftfeuchte ständig die Fenster kippt, holt sich Feuchte nach. Wer gar nicht lüftet, hat die Feuchte der Küche, des Badezimmers und der Atemluft in der Wohnung. Praktisch wird sich das meistern lassen mit Stoßlüften zu Zeiten, wo die Außenluft Feuchtigkeit nicht in Mengen bringt, verbunden mit gezieltem Lüften nach den Feuchtespitzen, Küche, Bad. Wenn die da hängen bleibt und gleich in den Wohnbereich zieht, nützt der beste Klimakompressor nichts mehr.

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