Die Heizsysteme haben hierzulande in den letzten Jahrzehnten große Fortschritte gemacht. Auffällig ist jedoch, dass nur eine geringe Anzahl deutscher Haushalte dieser Modernisierung nachgehen und auf aktuelle Heizungssysteme umstellen. Mehr als 65% aller deutschen Gas-und Ölheizungen sind noch vor 1997 eingebaut worden. Dabei sind die neuen Systeme wesentlich umweltfreundlicher und energiesparender. Lohnt sich eine neue Heizung für Sie also doch schon? Und wenn ja, auf welches System sollte man zurückgreifen?

Die Brennwerttechnik ermöglicht bei neuen Öl-und Gasheizungen fast die vollständige Nutzung der erzeugten Wärme, in dem auch die Kondensationswärme ausgenutzt wird, die sich im Wasserdampf befindet. Bei älteren Heizkesseln wurde diese Wärme noch nicht genutzt. Die Effizienz der Brennwertkessel ist extrem hoch (bis zu 98%) und rein physikalisch ist in dem Bereich kaum Verbesserung möglich.

Wenn man zukunftsorientiert handeln möchte, dann greift man selbstverständlich auf alternative Heizsysteme zurück. Verhältnismäßig ist die Wärmepumpe unter der Bevölkerung weit verbreitet.

Diese beheizt das Gebäude, indem der Umwelt, sei es aus dem Erdreich oder auch aus der Luft, Wärme entzogen wird. Die Effizienz dieser Heizsysteme hat sich in den letzten Jahren wesentlich verbessert. So erzeugen die neueren Modelle aus 1 kWh Strom in etwa 4 kWh Wärme. Heutzutage findet man die Wärmepumpe häufiger in Kombination mit einer Photovoltaikanlagen. Dadurch kann auch der benötigte Strom nachhaltig und umweltfreundlich produziert werden. Wenn jedoch nicht auf Ökostrom zurückgegriffen wird, hat die Wärmepumpe auf der Umweltebene kaum Vorteile gegenüber den herkömmlichen Gas- und Ölheizungen zu bieten.

Der Staat fördert die Einrichtung von Wärmepumpen mit bis zu 4.500 Euro, je nach dem welches System verwendet werden soll. Für Luft-Wasser-Wärmepumpen wird beispielsweise 1500 Euro bereitgestellt.

Allerdings deutet die Anzahl der Wärmepumpen in Deutschland daraufhin, dass diese noch nicht so ganz zu überzeugen scheint. Dies hängt unter anderem mit den, trotz Förderung, recht hohen Anschaffungskosten und der Abhängigkeit von örtlichen Gegebenheiten zusammen.

Ein anderes Alternatives System, welches auf dem Vormarsch zu sein scheint ist die Pelletheizung. Durch die Pellets als Brennstoff ist man von großen Öl- und Gaskonzernen aus dem Ausland unabhängig. Hinzu kommt, dass Pellets im Vergleich extrem günstig sind. Die Betriebskosten des Systems fallen also sehr gering aus. Gleiches gilt für den CO²-Ausstoß, die Heizung arbeitet äußerst Umweltfreundlich. Man muss vor der Anschaffung jedoch auch beachten, dass entsprechender Lagerraum für den Brennstoff vorhanden sein muss.

Jedoch ist auch bei den Pelletheizung noch Skepsis bei deutschen Endverbrauchern vorzufinden, was wahrscheinlich auch hier wieder mit den hohen Anschaffungskosten zusammenhängt.

Abschließend sollte jeder selber darüber entscheiden, welches Heizsystem zum Haushalt passt und bevorzugt wird. Es muss jedoch klar sein, dass die fossilen Brennstoffe Öl und Gas immer noch endlich sind und das wird auch so bleiben. Dementsprechend werden auch die Preise in den nächsten Jahren weiter in die Höhe schießen.

Hier noch ein interessantes Video zum Thema Pelletheizung:

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