Wenn man sich entschließt, ein eigenes Haus zu bauen, ist das in den meisten Fällen eine Lebensentscheidung. Und zu Recht müssen viele Dinge bedacht werden, denn man hat logischerweise erstmal den Wunsch, lange in seinen eigenen vier Wänden zu leben und nicht nach ein paar Jahren zu bemerken, was man hätte anders machen müssen. Genau aus diesem Grund müssen bereits in der Planungsphase möglichst alle Details bedacht werden.

Grundsätzlich wichtig sind natürlich die Zugänge zum Haus. Ist es nötig, eine repräsentative Treppe zu haben, die am Ende zu steil ist und ohne ein Geländer zwar schön wirkt, aber unpraktisch ist und die Installation einer Rampe unmöglich macht. Vielleicht entscheidet man sich dafür, einen zweiten Eingang zu bauen, der vom flachen Hof ins Haus führt und der sofort ohne Stufen geplant wird. Auch die Garten- und Terrassentüren sollten so wenige Stufen wie möglich haben.

Vom Parkplatz sollte es möglich sein, einen kurzen und einfachen Weg zum Hauseingang zu haben. Das Auto sollte wenn möglich nahe am Haus parken können und die Wege von der Garage oder dem Stellplatz sollten barrierefrei sein. Ebenerdig und gepflastert sind hierfür die Schlagworte. Für Türen gibt es, anders als für die Aussenbereiche, Richtwerte, an die zu halten sich lohnt. Die Mindestbreite sollte 80 cm betragen, denn nur dann kommt man mit einem Rollstuhl oder einer Gehhilfe auf leichte Weise hindurch kommen. Anstelle von normalen Türen können Schiebetüren eingebaut werden, die das Öffnen und Schließen leichter machen. Die Türschwellen sollten niedrig sein und so die Gefahr verringern, sich daran zu verletzten oder zu Stolpern. Es empfiehlt sich, auch die Flure mindestens 1,20 m breit zu halten, denn nur so bleibt die Mobilität im Haus auch mit der Gehhilfe oder dem Rollstuhl einwandfrei erhalten. Sich im Alter in seinem eigenen Haus frei bewegen zu können ist eine Voraussetzung für das Wohlbefinden und sollte deswegen unbedingt bedacht werden.

So ist es von Vorteil, wenn die Unterkante der Fenster 60 cm Höhe nicht überschreitet, einerseits zum leichten Öffnen, andererseits um auch im Sitzen hinausschauen zu können. Bei allen Raumaufteilungen, vor allem im Badezimmer, sollte klar sein, dass der Wendekreis eines Rollstuhls mindestens 1,50 m beträgt. Das Bad sollte sich nahe dem Schlafzimmer befinden, um die Wege so kurz wie möglich zu halten und über feste Wände verfügen, um Haltegriffe anzubringen.

Man muss sich natürlich, wenn man sein Traumhaus plant, nicht bereits eine Alters-Residenz bauen, aber die Möglichkeiten, einfache Veränderungen vorzunehmen, sollten schon geschaffen werden.

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