Sicher leben mit Holzbauweise – so lässt es sich realisieren!

15.06.2022 | BRANDSCHUTZ

In der Bevölkerung herrscht immer noch die verbreitete Ansicht, dass ein in Holzbauweise erbautes Haus deutlich schneller brennt als ein Massivhaus. Generell lässt sich zwar festhalten, dass ein Massivhaus nicht brennen kann, jedoch ist die Behauptung einer Gefahr durch reine Holzbauweise nicht korrekt. Vielmehr sind es die Möbel, Gardinen und andere Einrichtungsgegenstände, welche das Feuer erst richtig entfachen lassen. Von den Brandopfern ist ein überwiegender Teil der Personen an einer Rauchvergiftung verstorben.

Welche Möglichkeiten gibt es, Holzhäuser sicherer zu machen?

Grundlegend hat die Landesbauordnung festgelegt, dass an tragenden Wänden, Decken usw. bestimmte Brandschutzmittel installiert werden müssen. Zum Beispiel hält die SchwörerHaus Außenwand die Feuerwiderstandsklasse REI90 ein und ist zudem für die europäische Norm DIN EN 13501 klassifiziert. Aufgrund dieser genannten Ausstattungsmerkmale wird gewährleistet, dass im Falle eines Brandes die Tragfähigkeit für 90 Minuten aufrecht erhalten wird. Zudem wird durch mittlerweile standardisierte Baustoffe, wie einer SchwörerCospan Massivbauplatte, eine extrem hohe Feuerwiderstandsklasse erzielt. Erreicht werden kann ein Schmelzpunkt von bis zu 1000°C.

Außerdem ist neben einer sicheren Bauweise in jedem Haus oder Wohnung ein Feuermelder dringend zu empfehlen. Vor allem in Schlaf- und Aufenthaltsräumen ist es ein bewährter Schutz und kann definitiv Leben retten!

Sicherheit trotz Holzbauweise

Im Vordergrund steht immer die Sicherheit, das steht fest. Man kann folgendes festhalten:

Häuser mit einer Holzbauweise sind nicht gefährlicher! Zwar ist Holz ein brennbarer Baustoff und ein Massivhaus kann per se nicht brennen. Allerdings ist anzumerken, dass durch feuerfeste Materialien auch eine Holzbauweise sehr widerstandsfähig gegenüber Feuer als auch Hitze ist. Nebenbei wird im Zuge der Sicherheit immer empfohlen, die oft genutzten Räumlichkeiten mit einem Feuermelder auszustatten. Generell lässt sich aus der Statistik auch erkennen, dass ein Großteil der Brandopfer (rund 95%) an einer Rauchvergiftung sterben und nicht unbedingt am brennbaren Material.

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