Zwischen 2013 und 2014 ist die Zahl der genehmigten Wohnungen deutlich angestiegen: So liegt die Zahl der Baugenehmigungen im ersten Halbjahr 2014 um zehn Prozent über der aus dem ersten Halbjahr 2013. Das führt zu einer Steigerung bei den fertigstellten Neubauten bis in die nächsten Jahre hinein.

Der Aufschwung begründet sich derzeit in erster Linie aus den steigenden Zahlen im Mehrfamilienhausbau. Das liegt zum einen an der erhöhten Nachfrage an Geschosswohnungen in den Ballungsgebieten und zum anderen an den steigenden Mieten, die mehr Investoren in den Wohnungsbau locken.

Statistiker rechnen allerdings damit, dass in näherer Zukunft wieder der vermehrte Neubau von Einfamilienhäusern die treibende Kraft für den Wohnungsbaumarkt sein wird. Derzeit steigen die Baugenehmigungen in diesem Bereich nur moderat, aber Akteure der Bauwirtschaft sehen deutliche Anzeichen für kräftige Steigerungen ab 2015.

 

Regionale Unterschiede

Im Süden von Deutschland, in Bayern und Baden-Württemberg herrscht weiterhin ein hohes Niveau bei den Wohnungsneubauten, im Geschosswohnbau gibt es insbesondere in den städtischen Regionen Bayerns sogar Steigerungen.

Einen deutlichen Anstieg sowohl im Eigenheimsegment als auch bei den Mehrfamilienwohnungen lässt sich aber besonders im Osten der Republik betrachten. Eine Sonderkonjunktur durch die Beseitigung der Flutschäden und eine neue Raumordnung in Sachsen-Anhalt spielen hier eine wichtige Rolle.