Um Feuerlöscher instand zu halten und zu warten, sind definierte Normen und Richtlinien zu beachten, die gerade im Fall eines Einsatzes korrekt umzusetzen sind. Wichtig ist deshalb auch, dass die Wartung regelmäßig von einem autorisierten Fachexperten durchgeführt wird. In der Regel sollte dies in Abständen von zwei Jahren passieren, da nach diesem Zeitraum die Gültigkeit der Prüfplakette erlischt. Die Mängelsuche erfolgt dann im Rahmen einer TÜV-Prüfung, welche unter anderem auch das Vorhandensein einer notwendigen Zulassungsnummer untersucht.

Anschließend wird ein Prüfbericht ausgehändigt, in welchem nochmal detailliert alle Punkte ersichtlich sind, welche man bis zu einem bestimmten Zeitpunkt auszubessern hat. Der Bericht ist zudem ein wichtiger Nachweis für die Versicherungsgesellschaft, sollte es im schlimmsten Fall zu einem Defekt oder Schaden kommen. Insbesondere sollte eine komplette Inspektion in solchen Umständen stattfinden, wenn der Feuerlöscher in irgendeiner Form betätigt wurde, um sicherzugehen, dass alles weiterhin einwandfrei funktioniert und eventuell nachgefüllte werden muss, denn so lassen sich vor allem Zusatzkosten einer erneuten Wartung vermeiden. In einigen Landkreisen kann es durchaus vorkommen, dass die eigentliche Wartungsfrist von zwei Jahren bereits früher realisiert werden muss.

Neben dieser allgemeinen Funktionsprüfung und Wartung, gibt es noch eine Druckprüfung, die alle zehn Jahre stattfinden muss. Diese zusätzliche Prüfung wird gerade bei Feuerlöschern im Industriebereich durchgeführt, um den Innendruck zu untersuchen, der durch das Löschmittel und das sich im Behälter befindliche Gas entsteht. Normalerweise geschieht dies beim gewerblich genutzten Feuerlöscher zweimal, der dieser nach einer maximalen Lebensdauer von fünfundzwanzig Jahren fachlich entsorgt werden muss.

Da sich im Feuerlöschgerät ein Treibgas befindet untersucht der Prüfer alles Äußerliche nach optischen Mäkeln. Gerade rostige Stellen und Risse am Kunststoff sind ein nicht zu unterschätzender Mangel, da hier relativ schnell ungewollt Gas austreten kann. Des Weiteren werden alle Mechanismen wie Armaturen, Düsen und Schläuche in Augenschein genommen, um deren Zuverlässigkeit auch weiterhin zu gewährleisten. Dazu gehören ebenso alle Arten vom Befestigungen und Halterung an der ein Feuerlöscher montiert wurde. Diese müssen sowohl einem starken Aufprall standhalten, als auch, dass sich der Feuerlöscher bei Einsatz leicht abnehmen lässt und sich dabei nicht blockiert oder in irgendeiner Form einhängt.

Eine erste Anlaufstelle für eine ordentliche und eine kompetente Beratung zum Thema Brandschutz findet man bei der ortsansässigen Feuerwehr oder bei bestimmten Verbänden, die sich mit dem Thema Brandschutz auseinandersetzen. Gerade bei der Planung einer neuen Infrastruktur in diesem Bereich, sollte man sich vorab alle notwendigen Informationen einholen.

Bildnachweis: Andrey Popov – de.fotolia.com