Dachpappe ist vielseitig einsetzbar, relativ einfach handzuhaben und kann sowohl zur Eindeckung von kleineren als auch größeren Dächern verwendet werden. Seine Materialeigenschaften dienen zum Schutz vor Witterung und äußeren Umwelteinflüssen des gedeckten Objektes. Durch die richtige Verlegung und Pflege der Dachpappe kann dieser Schutz langfristig aufrechterhalten werden.

Für die Durchführung der Arbeiten werden folgende Materialien und Hilfsmittel benötigt: Dachpappe, Dachpappenägel oder Schrauben, Bitumen-Kaltkleber, Pinsel, Messer, Schutzbekleidung. Da die Dachpappe überlappend verlegt wird, muss die Überlappung bei der Gesamtflächenberechnung mit eingerechnet werden. Die Überlappung sollte jeweils ca. 10 cm gegenüber der darunterliegenden Bahn betragen. Zudem muss auch der Materialbedarf für den unteren und seitlichen Überstand berücksichtigt werden.

Wird die Dachpappe mehrlagig verlegt, multipliziert sich der Materialbedarf entsprechend der verlegten Lagen. Vor Beginn der Arbeiten sollte für ausreichend Schutz und Sicherheit zur Verrichtung dieser gesorgt werden. Das zu deckende Dach muss zudem sauber, fettfrei und trocken sein, außerdem sollte die Temperatur aufgrund der Materialeigenschaften der Dachpappe und des Klebers über 10 °C liegen.

Im ersten Schritt wird die Dachpappe auf die passende Länge zugeschnitten. Dabei ist zu beachten, dass sie an beiden Seiten um jeweils 10 cm übersteht, um so Regenwasser ableiten zu können. Die erste und zugleich unterste Bahn wird so positioniert, dass sie an der Unterseite 10 cm übersteht, um das Eindringen von Nässe zu verhindern. Anschließend wird die erste Bahn mit Nägeln fixiert. Die obersten 10 cm der ersten Bahn werden mit Bitumen-Kaltkleber bestrichen.

Nachfolgend wird die zweite Bahn überlappende auf die erste (und den aufgetragenen Bitumen-Kleber) verlegt und auch mit Nägeln fixiert. Nach diesem Prinzip wird von unten nach oben bis zur letzten Bahn fortgefahren. Bei der Eindeckung eines Satteldachs wird (nach der Eindeckung von beiden Seiten) mit einer Bahn über dem Dachfirst abgeschlossen. Abschließend werden die Überstände sowie die genagelten Bereiche mit Bitumen-Kaltkleber bestrichen, um Undichtigkeiten vorzubeugen.

Soll die Dachpappe mehrschichtig verlegt werden, gestaltet sich die Vorgehensweise sehr ähnlich. Einzig ist zu beachten, dass die erste Bahn der untersten Schicht als halbe Bahn verlegt wird. Somit wird ein Nahtversatz gegenüber der darüberliegenden Schicht geschaffen, welcher sich positiv auf die Dichtigkeit auswirkt. Die oberste kann, muss aber nicht genagelt werden, weshalb eine Verklebung ausreicht.

Wird die Dachpappe richtig gepflegt, kann ein langjährig solides Ergebnis zum Schutz vor Feuchtigkeit erzielt werden. Dazu zählen beispielsweise das regelmäßige Entfernen von Laub und Moos sowie die zeitnahe Reparatur von Schadstellen. Eine regelmäßige Versiegelung des Daches mittels Kaltanstrich erhöht zudem die Lebensdauer der Dachpappe.