Bauwesen verbindet sich mit Nachhaltigkeit. Das ist die Vision vieler Menschen, die sich mit Effizienz durch digitale Technologien befassen. Speziell Drohnen und Roboter mit alternativen Antriebssystemen könnten hier in Zukunft eine große Rolle spielen. Das Ausschalten des menschlichen (Fehler-)Faktors könnte zu einer Effizienzsteigerung führen. So können Ressourcen gespart werden. Auch das Stichwort „Augmented Reality“ fällt im Zusammenhang mit der digitalisierten Baustelle immer wieder.

Sauberes und leises Baggern dank Drohnen und Baurobotern

Die Hoffnungsträger der Green Technology im Bereich der Baustellen sind die Drohnen und Bauroboter. Das liegt zu einem großen Teil daran, dass hier schon heute umweltfreundliche Antriebsarten verwendet werden.

Dies kann man auch auf die Planierraupen oder auf Bagger anwenden. „Elektromobilität und alternative Antriebe sind nicht nur bei Autos und Transportern ein immer wichtigeres Thema, auch die Hersteller von Baumaschinen und Baufahrzeugen treiben die Elektrifizierung ihrer Produkte voran“, sagt Patrick Scherr, Senior Vice President der Business Unit Offroad Europe beim Technologieunternehmen Schaeffler. Scherr sagt auch, dass vor allem bei kleineren Baumaschinen im unteren Leistungsbereich Hersteller mit elektrischen Antrieben aufrüsten würden. Hier seien auch Hybrid-Antriebe eine Alternative.

Mini-Bagger für innerstädtische Baustellen

Einer der berühmtesten Hersteller ist Caterpillar. Die Ingenieure des Unternehmens lassen mit einem serienmäßigen Mini-Bagger aufhorchen. Dieser kann im Elektromodus auf innerstädtischen Baustellen eingesetzt werden, ohne die Luft dort zu verschmutzen.

Die ressourcenschonende Effizienz

Zehn Prozent aller Änderungskosten am Bau resultieren aus menschlichen Fehlern. Dies ist eine Schätzung des Bundes-Umweltamtes. Auch um die 10 Prozent des gesamten Baustellenabfalls (Stichwort Effizienz) gehen auf Planungsfehler und Falschlieferungen zurück. „Gemeinsam mit Partnern aus Handwerk, IT- und Baubranche arbeiten wir an der Erstellung einer digitalen Informations- und Kommunikationsbrücke. Eine offene Technologieplattform soll bereits vorhandene digitale Hilfen und Systeme auf der Basis konkreter Gebäudedaten verbinden“, erklärt David Jung, RIF-Mitarbeiter der Abteilung Forschung Innovationstechnik. So werden die Fehler minimiert.

Die Augmented Reality

VR-Brillen kennt jeder aus dem Computerspiele-Bereich. Dabei wird die Wahrnehmung auf das Digitale beschränkt. Die AR-Brillen zeigen mehr. Dabei werden digitale Inhalte über die Realität geblendet. Im Fokus stehen Facharbeiter am Bau, die mit AR-Brillen ausgestattet sind, und die Verarbeitung der so gewonnenen Daten über eine eigens entwickelte Plattform. „Bei ‚ARFlow‘ wird die vorhandene Situation auf der Baustelle mit dem Plan verglichen, um Abweichungen automatisch und zentimetergenau zu vermessen. Egal ob Audioaufnahmen, Videofeeds, Fotos oder Dokumente, alle Medien werden in die Kommunikation eingebettet und sämtliche Projektpartner informiert, sobald neue Projektdaten eingehen. Mittels App kann von überall mobil darauf zurückgegriffen werden“, erläutert Bimexperts-Geschäftsführer und -Inhaber Michael Resch. Am Ende der Entwicklung steht eine nachhaltigere Baustellenplanung.

 

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