Die Energiewende ist aus unterschiedlichen Sichtweisen gesehen in aller Munde. Jetzt ist auch das deutsche Bauunternehmen Bilfinger betroffen. Daraus resultiert, dass eine Gewinnsteigerung in diesem Jahr nicht erfolgen wird. Im Jahr 2013 lag das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern sowie Firmenwertabschreibungen bei 419 Millionen. Für 2014 wird es bei 380 bis 400 Millionen liegen. Auch weil der Konzernchef Roland Koch Anfang Mai vor der Hauptversammlung alte Prognosen bestätigte, zeigten sich die Aktionäre im späten außerbörslichen Handel verunsichert.

Die deutsche Energiewende, die eine Investitionszurückhaltung mit sich bringt, soll besonders für die negative Entwicklung mit einem Minus von ca. 1,5 Milliarden Euro im Power Geschäftsfeld verantwortlich sein. Dabei wird betont, dass deren Auswirkung auf andere Länder in Zentraleuropa nicht absehbar gewesen sei. Außerdem habe kostenloser Windstrom aus Deutschland in Polen Kraftwerksneubauten verhindert. Osteuropäische Kunden würden zudem weniger in Wartung und Instandhaltung investieren. In anderen Bereichen wird allerdings mit einer Margensteigerung gerechnet. Trotzdem ist mit Auswirkungen auch im Personalbereich zu rechnen. Kapazitätsanpassungen und Kostensenkungsprogramme wurden bereits angekündigt.