Feuerfeste Gebäudedämmung aus Industriemüll wird die Nachhaltigkeit in der Baubranche fördern

25.10.2019 | BAUNEWS

Weltweit gibt die Bauindustrie etwa 22,4 Milliarden US-Dollar für Wärmedämmung aus. 97 Prozent der Gebäude in Europa haben nicht die Gesamtenergieeffizienz, um die Einhaltung des Pariser Klimaabkommens zu gewährleisten. Hier stehen energetische Sanierungen an.

In diesen Markt möchte die FenX AG ab 2021 mit neuen Dämmmaterialien einsteigen. FenX-Mitgründer und CEO Etienne Jeoffroy: „Unser gänzlich recyclebares Produkt minimiert CO2-Emissionen und maximiert den Brandschutz. Diese Kombination ist neu für den Markt und das Produkt ist aus „Müll“ gefertigt.“

Was das Besondere an FenX-Isolierungen ist

Ihre kostengünstige Herstellung soll in jedem Land mit den vor Ort verfügbaren mineralischen Industrieabfällen erfolgen. Durch den Verzicht auf giftige Zusätze während der Fertigung ist ihre Umweltverträglichkeit ausgezeichnet.

Das FenX-Produkt fällt mit weiteren Eigenarten positiv auf:

  • Industrieabfall-Upcycling: Günstiger Rohstoff
  • Es benötigt keine hohen Temperaturen bei der Herstellung

Außerdem ist es:

  • Mit einfachen Mitteln herzustellen
  • Poröser Schaum bzw. extrem leichtes Material
  • Temperaturunempfindlich
  • Feuerfest
  • Mit 3D-Druckern individuell zu verarbeiten
  • Voll recyclebar

Die Schweizer FenX AG

FenX entstand auf dem Campus Hönggerberg der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich. Das Spin-off der weltweit renommierten ETH Zürich befasst ich mit der Entwicklung und Produktion von Baustoffen und speziell mit Isolationsmaterialen für die Bauindustrie.

Der FenX-Gründung gingen jahrelange Forschungen voraus. Für die Herstellung der modernen Gebäudeisolierung nutzt das Start-up mineralischen Industriemüll, einen Küchenmixer, Wasser und einige ungiftige Zutaten. Diese Zutaten nennt CEO Jeoffroy „die Magie“ des Herstellungsprozesses.

Zur Zeit verwenden die FenX-Gründer Flugasche als Rohstoff für ihren perfekten Dämmstoff. CEO Jeoffroy sagt dazu: „Wir experimentieren derzeit mit rund zehn verschiedenen Arten von Industrieabfall.“

Quelle: www.ingenieur.de

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