Der erste Schritt bei der Montage von Innentüren ist das exakte Ausmessen des Wandöffnungsmaßes. Dafür wird das Metermaß mittig angesetzt und die Tür Höhe von der Unterkante des Türsturzes bis zur Oberkante des Bodens gemessen. Die Türbreite wird im unteren, im mittleren und im oberen Bereich der Wandöffnung gemessen. Dann muss noch die Tiefe der Laibung auf dieselbe Art und Weise abgemessen werden. Beim Messen sind auch Wand- und Bodenbeläge zu beachten und gegebenenfalls von der Höhe abzuziehen, damit die Tür ordentlich geöffnet und geschlossen werden kann.

Vor dem Kauf muss natürlich die Öffnungsrichtung der Tür festgelegt werden. Dabei ist vom Raum auszugehen, in den die Tür geöffnet wird. Beim Rechtsanschlag sind Türangeln bzw. Türbänder rechts, und beim Linksanschlag links. Die Tür sollte sich in die Richtung der nächsten Ecke öffnen, damit nicht zu viel Raum verloren geht.

Jetzt kann mit der Montage begonnen werden. Dabei ist sich immer an die Herstellerangaben zu halten. Als erstes wird die Türzarge montiert. Die Zarge wird hierfür in U-Form zusammengesetzt. Je nach Modell werden Wand- und Deckenteil verleimt, verschraubt oder geklammert. Im Anschluss wird die Zarge auf dünne Holzplättchen in die Türlaibung gestellt und die Bänder werden montiert. Zu jeder Seite darf der Abstand maximal 2 cm betragen. Mögliche Unebenheiten an der Laibung sind mit Hammer und Meißel und Löcher mit Mörtel auszugleichen. Nun ist die Zarge mit Keilen zu fixieren und auszurichten. Mit der Wasserwaage wird geprüft, ob die Zarge im Wasser steht. Ist das geschafft, werden die Türspanner im unteren, mittleren und oberen Bereich der Türzarge eingesetzt. Jetzt kann das Türblatt provisorisch angebracht werden und der Lauf getestet werden. Anschließend ist das Türblatt wieder abzunehmen.

Ist das alles erledigt, wird die Zarge ausgeschäumt. Dafür wird spreizdruckfreier Zargen-Schaum (PU-Schaum) verwendet. Der Montageschaum muss vollständig austrocknen. Überschüssiger Schaum wird mit einem Cutter-Messer entfernt. Danach sind die Keile und Holzplättchen zu entfernen. Die untere Fuge ist nun mit Silikon zu füllen. Die Türspanner sind zu entfernen und die Bekleidung gleichmäßig auf der Zarge anzubringen. Jetzt kann die Türe wieder angebracht werden. Mit Inbusschlüsseln können die Bänder gegebenenfalls nachjustiert werden. Die Zierbekleidungen sind zusammenzusetzen. Bei Bedarf ist ein wenig Holzleim in die Nut zu geben. Am Ende ist die Drückergarnitur zu montieren. Die Schablone wird auf der Tür angebracht, und die Löcher von beiden Seiten gebohrt. Jetzt sind nur noch die Federplatten fest zu schrauben und Schloss- sowie Griffrosetten mit Griff anzubringen.