Wer darüber nachdenkt, eine eigene Immobilie zu erwerben, setzt häufig auf den Neubau eines Gebäudes, in der Annahme, dass dieser die geringsten Kosten in Sachen Ausstattung und Instandhaltung verursachen wird. Aufgrund der neuen Techniken, die in jenen Neubauten verwendet werden, mag diese Erklärung zwar logisch klingen, doch die Fakten zeigen deutlich, dass diese Rechnung nicht aufgeht, denn häufig haben Bauherren noch mehr finanzielle Probleme im Nachhinein, als Käufer von älteren Immobilien. Doch warum?

 

Mehr Mängel am Bau für eingesparte Energie

Seit einigen Jahren wurden die Vorschriften für die Senkung des Energieverbrauches stark verschärft – und genau das scheint die Ursache für die erhöhte Anzahl an Mängel- und Schadensfällen bei eben diesen Vorrichtungen zu sein. Hierzu gehören – zum Teil erhebliche – Mängel an beispielsweise Fassade und Rohbau, der Abdichtung des Gebäudes und der Perimeterdämmung, Brandschutz, Dach, Innenputz oder Fenster und Türen.

Erschwerend kommt hinzu, dass mehr als zwei Drittel aller Mängel erst nach der Bauphase festgestellt werden. Häufig nutzen die Handwerker, die mit dem Bau des Gebäudes beauftragt werden, auch Mittel, die unzulässig sind. Dazu gehören beispielsweise Einsparungen beim Material, überhöhte Rechnungsbeträge oder das unnötige Hochtreiben des Personals – all diese Tricks gehen natürlich auf Kosten des Bauherren – und aus deren Geldbeutel.

Natürlich gibt es auch Kollegen, die häufig auf jenen Baustellen eingesetzt werden, die zum Teil die deutschen Bauvorschriften zu wenig kennen, um während der Bauphase richtig zu handeln. Auch der steigende Zeitdruck der Handwerker ist mit Sicherheit nicht ganz unwichtig für so manchen Mangel.

 

Was kann der Bauherr nun tun?

Die wenigsten Menschen, die den Plan eines Neubaus haben, möchten sich von diesem gerne abbringen lassen und doch auf ein bereits existierendes Haus setzen. Wer weiterhin den Weg des Neubaus gehen möchte, sollte sich im Voraus auf jeden Fall ausreichend darüber informieren, was es zu beachten gilt und lieber auf eine preislich höher angesiedelte Handwerker-Truppe setzen, als auf die günstigste, die sich finden lässt.

 

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