Mehr Rechtssicherheit für Bauherren – Risiko beim Hausbau soll verringert werden

10.10.2015 | BAURECHT

Ein Hausbau ist meistens ein einmaliges Projekt. Bauherren fehlt es deshalb an Routine und Insiderwissen. Wie oft schon wurden in der Vergangenheit Bauherren betrogen, sollten „unvorhersehbare“ Zusatzleistungen bezahlen oder mussten aufwendige Beweisverfahren anstrengen, um ihre zugesagten und oft schon bezahlten Leistungen von den Baufirmen zu bekommen.

Das Justizministerium unter Leitung von Heiko Maas will hier jetzt Abhilfe schaffen und hat einen Referentenentwurf an die Länder und zuständigen Verbände verschickt. Im Wesentlichen geht es hierbei darum, das finanzielle Risiko von Bauherren zu minimieren.

Baufirmen sollen künftig verpflichtet werden, verbindliche Baubeschreibungen mit verbindlichen Fertigstellungsterminen vor Baubeginn abzugeben. In solchen Baubeschreibungen muss festgehalten sein, welche Arbeiten in welchem Umfang erledigt sein müssen. Einfließen müssen die Gebäudedaten ebenso wie die Raumpläne. Auch Innenausbauten bis hin zur Ausführung der Sanitäranlagen müssen von der Baufirma verbindlich aufgelistet werden. Bauverträge sollen künftig innerhalb von 14 Tagen widerrufen werden können.

Der Vorteil für den Bauherren liegt auf der Hand: Bei Nichteinhaltung kann Schadenersatz gefordert werden, z.B. Mietkosten vor dem Einzug.

Auch Handwerker will Heiko Maas in seinem Gesetzentwurf besser stellen, so dass sie bei unverschuldeten Mängeln nicht die Folgekosten tragen müssen.

Läuft alles planmäßig, soll das Gesetz Anfang 2017 in Kraft treten.

Eine Reformierung der Bundesförderung für effektive Gebäude (BEG) soll mehr interessierten Gebäudebesitzern eine Förderung zugänglich machen

Anfang Dezember hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz daher mitgeteilt, dass die Bundesförderung für effektive Gebäude reformiert und damit der Zugang zur Förderung erleichtert wird, um mehr Interessierte zu erreichen. Doch ist das Programm...

BGH-Urteil zu Schäden durch unsachgemäß verlegte Fliesen

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat entschieden, dass Schäden, die durch falsch verlegte Fliesen entstanden sind, auch nach 30 Jahren nicht verjähren. Das Urteil erging in einem Fall, in dem die Eigentümer eines Mehrfamilienhauses die Baufirma verklagt hatten, weil die...

Pausachalpreise bei Bauverträgen?

Sie ahnen die Antwort auf diese Frage bereits: Jein. Zwar sind Pauschalpreise heutzutage gängige Praxis bei einem Bauvorhaben, doch der Teufel liegt im Detail, wie Sie etwas weiter unten lesen werden. Der generelle Vorteil ist dabei, dass ein Bauherr von vornherein...

Schöne Aussichten – Haben Grundstückseigentümer das Recht, den Ausblick zu behalten, den sie schon immer hatten?

Viele Grundstückseigentümer haben sich bereits damit abgefunden, dass sie, wenn der Nachbar baut, keinen Anspruch auf die Beibehaltung einer bestehenden schönen Aussicht oder einer bestimmten Lage am Ortsrand haben. Dieser höchstrichterlich geprägte Rechtsgrundsatz...

Günstig ins Eigenheim dank Co-Owning

Grundsätzlich geht es bei Co-Owning darum sich eine Immobilie oder ein Ferienhaus welches alleine nicht zu tragen wäre, zusammen mit anderen zu kaufen und zu teilen. Allerdings wird dieses Objekt nicht gleichzeitig von allen bewohnt sondern es werden mittels...