Schadstofffrei Bauen = Bessere Raumluft

07.04.2015 | BAUPLANUNG

Nahrungsmittel in Bioqualität, Vorsorgeuntersuchungen beim Arzt, Sport und Wellness – heutzutage wird viel getan, um die eigene Gesundheit möglichst aktiv zu schützen. Doch all das hat wenig Sinn, wenn wir die schädlichen Stoffe stattdessen einatmen. Das ist nicht nur auf viel befahrenen Straßen aufgrund der Abgase der Fall, sondern kann auch ganz schnell innerhalb von Häusern zum Problem werden.

In konventionell gebauten Räumen ergibt sich oft eine hohe Schadstoffbelastung in der Luft. Dies ist besonders oft in Schulen und Kindergärten der Fall, da hier Bauvorhaben oft sehr schnell umgesetzt werden müssen. Die Folge ist eine deutlich schlechtere Raumluftqualität. Denn nicht nur das Lüften, auch Möbel, verwendete Baustoffe und Reinigungsmittel haben einen Einfluss darauf, wie gut die Luft im Raum ist. Wenn es schnell gehen muss, kommen zudem oft Fehler von Handwerkern und Reinigungspersonal hinzu, beispielsweise durch nicht ausreichend verdünnte Chemikalien oder zu kurze Lüftungszeiten. Schadstoffarmes Bauen scheitert also häufig nicht nur am geringfügig höheren Preis, sondern vor allem am fehlenden Fachwissen beim ausführenden Personal.

Im Zuge des Projekts “Gesunder Lebensraum Schule” wurden beispielsweise zwei genau gleiche Klassenzimmer einmal konventionell gebaut und einmal mit schadstoffarmen Elementen. Die Folge war, dass im konventionell gebauten Klassenzimmer eine messbar deutlich höhere Belastung mit Schadstoffen vorlag. Noch lange nach dem Bau lagen die Werte von Lacken, Farben, Klebern und so weiter deutlich über den Richtlinien.
Das schadstoffarm gebaute Klassenzimmer wiederum war deutlich geringer Belastet und konnte schneller wieder genutzt werden. Gerade für Klassenräume ist dies wichtig, denn eine gute Luftqualität führt auch zu einer guten Konzentrationsfähigkeit der Schüler

Fast noch gefährlicher kann es jedoch werden, wenn alte Bauten renoviert werden. Oft werden bei so einer Renovierung nämlich erst schädliche Stoffe frei gesetzt, die vorher in der Bausubstanz geruht werden. Auch eine Reaktion aus der alten Baustoffe mit den neuen kann zu gefährlichen Schadstoffen führen. Ebenfalls ein Problem ist die starke Wärmedämmung und die dichten Fenster, die dafür sorgen, dass kaum Luftaustausch stattfindet. Somit können jedoch auch schädliche Stoffe nicht nach draußen entweichen. Sollten nach oder während einer Renovierung vermehrt Kopfschmerzen, Allergien oder Unwohlsein ausgelöst werden, ist dies als Warnsignal zu verstehen. Bevor ein alter Bau renoviert wird, sollten also in jedem Fall die alten Konstruktionspläne zu Rate gezogen werden und neue Pläne gegebenenfalls angepasst werden, um bösen Überraschungen aus dem Weg zu gehen.

Bildnachweis: Rosel Eckstein  / pixelio.de

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