In Deutschland steigen die Baupreise seit 1970 kontinuierlich. Vor allem gestiegene Kosten für Baumaterialien lassen die Preise in die Höhe ragen. Der Preis neu gebauter konventioneller Wohngebäude verteuerte sich im November 2021 so stark wie seit 50 Jahren nicht mehr.

Spitzenrekord bei den Baupreisen

Die Baupreise legten nach Angaben des Statistischen Bundesamtes gegenüber letztem Jahr um 14,4 Prozent zu. Ein stärkerer Anstieg wurde nach Angaben der Wiesbadener Behörde vom Montag zuletzt im August 1970 mit damals 17 Prozent gemessen. Im vorherigen Jahr, dem August 2021, waren die Preise im Vergleich zum Vorjahr um 12,6 Prozent gestiegen. Herausragend stark verteuerten sich im November den Angaben nach im Bereich Zimmer und Holzbauarbeiten, die aufgrund der erhöhten Nachfrage nach Holz für Bauarbeiten im In und Ausland 38,9 Prozent mehr kosteten als im vorherigen Jahr 2021.

Baumaterialien werden zur Mangelware

Holz, Dämmstoffe sowie Stahl und anderes Baumaterial ist in den vergangenen Wochen und Monaten rar geworden. Begrenzte Kapazitäten beim Transport und eine erhöhte internationale Nachfrage im Laufe der Konjunkturerholung nach dem von Corona geplagtem Jahr 2020 sorgen für Verknappung der Materialien.

Regeneration der Baupreise

Eine zeitige Erholung der Preise für Baumaterialien ist nach Einschätzung von Experten ist nicht zu erwarten. „Bauen wird zukünftig teurer werden, nicht nur, weil die Löhne steigen, sondern weil die Preise für Materialien steigen“, so der Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer. „Es zeichnet sich schon jetzt ab, dass die Preise selbst bei einer Erholung bei den Material-Raritäten, nicht wieder vollständig auf das Niveau vor der Corona-Pandemie sinken werden.“

Quelle: www.welt.de