Aerosole in der Umgebungsluft im Raum tragen mit großer Wahrscheinlichkeit an der Ausbreitung des Corona-Virus bei. Kleinste Tröpfchen können sich über Stunden in der Luft aufhalten und Infektionen hervorrufen – auch wenn infizierte Personen schon den Raum verlassen haben. Corona-Viren verbreiten sich vor allem in schlecht belüfteten Zimmern sehr gut über Aerosole.

Was können Luftfilter gegen das Coronavirus ausrichten?

Es besteht die Möglichkeit, die infektiösen Aerosole zu vermindern, wenn ein stetiger Luftaustausch durch Lüften (Durchzug) sichergestellt wird. Ein gekipptes Fenster reicht meistens nicht und so ist ein Lüften mit Durchzug nötig, um für einen hinreichenden Luftstrom zu sorgen. Eine gute Alternative sind Luftreiniger, welche die Aerosole mit einem Durchmesser von weniger als einem Mikrometer abscheiden können.

Mit den kälteren Tagen verlagert sich das menschliche Leben wieder in die Innenräume. Wenn nun viele Menschen in Büros, Schulen oder Cafés zusammen sind, ist hier die Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus deutlich höher. Lüften zählt zu den bedeutendsten Maßnahmen, um die Luft im Raum virenfrei zu bekommen. Zudem können mobile Luftreiniger sinnvoll sein, aber nicht alle Geräte wirken gegen das Virus.

Forscher an den Universitäten prüften die Eignung von mobilen Luftfilteranlagen. Auf diese Weise fanden die Experten an der Universität in Göttingen vor geraumer Zeit heraus, dass ein gutes Luftfiltersystem die Konzentration der Aerosole in einem Klassenzimmer schon nach einer halben Stunde um etwa 90 Prozent absenkt und hierdurch das Risiko von Corna-Ansteckungen erheblich vermindern kann.

Was sollte bei der Auswahl des Luftreinigers beachtet werden?

Bei einem Luftreiniger gegen Viren kommt es auf den Filter an. Um das Infektionsrisiko zu vermindern, sind mobile und professionelle Filtersysteme mit einem sogenannten Hepa-Filter der Schutzklassen H13 oder H14 notwendig. Diese können Virenpartikel und Viren und aus der Luft herausfiltern.

Es gibt außerdem noch andere Luftfilter mit weniger geeigneten Filtern und Konstruktionen, welche mit UV-Licht oder Ozon arbeiten. Gemäß Behörden und Verbraucherschützern sind diese jedoch ungeeignet oder sollten aus gesundheitlichen Gründen nicht eingesetzt werden, da sie die Raumluft im laufenden Betrieb mit Reizstoffen sättigen.

Für die effektive Filterung der Luft sollte der Raumluftreiniger gut positioniert werden. Je nach Zimmer kann ein Decken- oder ein Standlüfter von Vorteil sein. Der Strom der Luft sollte so wenig wie möglich durch Gegenstände im Zimmer unterbrochen werden.

Der Vorteil der Raumluftreiniger liegt vor allem darin, dass sie dauerhaft die Luft im Zimmer filtern und allgemein für eine geringe Last der Viren sorgen. Auf ein Lüften durch das Fenster kann dann verzichtet werden, was vor allem in der kalten Jahreszeit erhebliche Vorteile bietet.