Der neue Farbanstrich steht vor der Tür und damit einhergehend auch die Auswahl der passenden Grundierung. Häufig steht man vor der Frage, welche Grundierung passt. Wer sich im Baumarkt oder online genauer umschaut, stellt fest, dass es zahlreiche Grundierungslösungen gibt, die für unterschiedliche Anwendungsgebiete konzipiert wurden.

Wozu sollte man grundieren?

Die Grundierung ist das Fundament für ordnungsgemäßes Sanieren, Anstreichen und Instandhalten von Dächern und Wänden. Sie bereitet den Untergrund für den neuen Anstrich vor und verbessern auf verlässliche Weise den Halt des neuen Farbmaterials. Feuchten, staubigen oder vergilbten Untergrund wird so der Kampf angesagt und das Ergebnis ist trotzdem gleichmäßig, deckend und zufriedenstellend. Wer eine Grundierung einmalig verwendet, spart sich häufig auch das Geld für ein erneutes teures Anstreichen mit Wandfarbe, wenn bspw. der Untergrund durchschimmert.

Generell immer sinnvoll ist eine Grundierung dann, wenn man neuartige Beläge auf die Wände oder das Dach auftragen will. Auch bei Untergründen, die aus Erfahrung Probleme bereiten können, empfiehlt sich eine Grundierung sehr. Wenn keine Grundierung verwendet wird, bilden sich Streifen oder schlimmstenfalls löst sich das Material wieder ab.

Welche unterschiedlichen Grundierungstypen gibt es?

Bei Grundierungen unterscheidet man grundsätzlich zwischen Haftgrund, Tiefengrund oder Sperrgrund. Darüber hinaus gibt es noch weitere für Spezial-Situationen wie z. B. die Epoxidharz-Grundierung, Anti-Schimmel-Grundierung sowie Putzgrund.

 

  • Haftgrund: Kommt vor allem auf nicht saugenden und mineralischen Flächen zum Einsatz, dazu zählt bspw. Beton oder Gussasphalt.
  • Tiefengrund: Wird ebenfalls häufig auf mineralischen Flächen eingesetzt. Der Unterschied zum Haftgrund besteht darin, dass der Tiefengrund auf stark saugenden Flächen eingesetzt wird. Darunter fallen vor allem Gips, Zement oder Putz. Die Grundierung zieht tief in die Substanz ein, trocknet und verfestigt sie, um für guten Halt zu sorgen.
  • Sperrgrund: Diese Grundierung kommt durch die deckenden Eigenschaften meist beim Streichen oder Tapezieren zum Einsatz und beugt dem Durchscheinen von Vergilbungen oder Flecken vor.
  • 2-komponentige Epoxidharz-Grundierung: Wird bei besonders hartnäckigen Oberflächen eingesetzt, darunter Edelstahl oder Kunststoff. Die Grundierung sorgt für eine besonders gute Haftung.
  • Anti-Schimmel-Grundierung: Diese Grundierung dient vor allem der Vorbeugung von Schimmel und kommt vorwiegend nach dem Entfernen von Schimmel zum Einsatz.
  • Putzgrund: Wird vor dem Verputzen eingesetzt, um optimale Haftung zu ermöglichen.